
Wie viel Geld soll ich jeden Monat für die Steuern zur Seite legen?
Ein Zwölftel der Steuer, die du fürs laufende Jahr schuldest. Schätzen kannst du sie mit dem Steuerrechner der ESTV. Beispiel: alleinstehend in der Stadt Zürich, 90'000 Franken Bruttolohn, ergibt für 2026 rund 9'658 Franken, also 805 Franken im Monat. Die gehen am Zahltag auf ein eigenes Steuerkonto, nicht erst am Monatsende. Wer später im Jahr startet, holt die verpassten Monate mit einer festen Rate auf.
Dieselbe Steuer, zwei Arten, sie zu bezahlen.
In der Schweiz zahlst du die Steuer für ein Jahr erst richtig, wenn es vorbei ist: Die Steuererklärung für 2026 füllst du 2027 aus, danach kommt die Schlussrechnung. Unter dem Jahr verlangen die meisten Kantone Raten, berechnet nach dem Vorjahr.
Am Schluss zahlst du in beiden Spalten dieselbe Steuer. Der Unterschied ist, wann sie dich trifft: einmal gross oder zwölfmal klein. Wer nur die provisorischen Raten zahlt, zahlt nach dem Vorjahr. Nach einer Lohnerhöhung reicht das oft nicht.
Mit Quellensteuer zieht der Arbeitgeber die Steuer direkt vom Lohn ab. Diese Seite betrifft dich dann nur, wenn trotzdem Steuerrechnungen kommen.
Wer im Juni startet, startet mit einer Lücke.
Dieselbe Person, dieselbe Steuer wie oben. Die eine legt ab Januar jeden Monat 805 Franken zur Seite, die andere erst ab Juni. Im Dezember fehlen der zweiten fünf Monate, also 4'025 Franken.
Kein Drama, nur eine Lücke mit Enddatum. So rechnen wir in der Beratung: Die Lücke wird zu einer festen Aufhol-Rate, zusätzlich zu den 805 Franken. Schnell heisst bis Dezember, rund 575 Franken mehr im Monat. Ruhig heisst bis Ende Juni des Folgejahres, rund 310 Franken mehr, denn die Schlussrechnung kommt frühestens im Folgejahr. Die Rate steht fest und hört in einem bestimmten Monat auf.
Beispiel mit den Zahlen von oben, auf ganze Franken gerundet. Deckt ein 13. Monatslohn oder ein Bonus einen Teil der Lücke, sinkt die Rate. Provisorische Raten, die vorher fällig werden, zahlst du aus dem Topf.
Schon mitten im Jahr und noch nichts zur Seite gelegt?
Meine Aufhol-Rate rechnenSo richtest du deinen Steuer-Topf ein.
Schätz die Steuer fürs laufende Jahr.
Mit dem Steuerrechner der ESTV auf swisstaxcalculator.estv.admin.ch: Wohnort, Zivilstand, Bruttolohn, Vermögen. Rechne mit dem Jahr, das gerade läuft, nicht mit der letzten Rechnung. Das Resultat durch 12.
Dauerauftrag am Zahltag aufs Steuerkonto.
Ein eigenes Konto nur für Steuern. Der Betrag geht am Tag des Lohns weg, wie die Miete. Daraus zahlst du Raten und Schlussrechnung. Beispiel Kanton Zürich 2026: Was du vor dem Stichtag, meist dem 30. September, ans Steueramt zahlst, verzinst dir das Steueramt mit 0,75 Prozent.
Rückstand und alte Jahre getrennt halten.
Verpasste Monate holst du mit einer festen Rate bis zu einem festen Monat auf. Ist eine Rechnung aus einem Vorjahr offen, bekommt sie eine eigene Zeile mit eigener Rate. Ändert sich dein Lohn, schätz neu und lass die provisorische Rechnung anpassen.
Jede Zahl auf dieser Seite, nachprüfbar.
Die Beispielzahlen gelten für das Steuerjahr 2026. Raten, Fälligkeiten und Zinsen regelt jeder Kanton selbst, das Zürcher Beispiel gilt nur für Zürich. Für 2027 schätzt du neu.
- 01Leg jeden Monat ein Zwölftel deiner geschätzten Jahressteuer zur Seite, am Zahltag, auf ein eigenes Konto.
- 02Schätzen geht mit dem Steuerrechner der ESTV, immer fürs laufende Jahr, nicht nach der letzten Rechnung.
- 03Verpasste Monate holst du mit einer festen Rate auf, alte Steuerjahre bekommen eine eigene Zeile.
Die Steuerrechnung ist keine Überraschung. Sie ist nur eine Zahl mit Datum.