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Taschenlampe J · 4 Min · Steuern

Wie viel Geld soll ich jeden Monat für die Steuern zur Seite legen?

Ein Zwölftel der Steuer, die du fürs laufende Jahr schuldest. Schätzen kannst du sie mit dem Steuerrechner der ESTV. Beispiel: alleinstehend in der Stadt Zürich, 90'000 Franken Bruttolohn, ergibt für 2026 rund 9'658 Franken, also 805 Franken im Monat. Die gehen am Zahltag auf ein eigenes Steuerkonto, nicht erst am Monatsende. Wer später im Jahr startet, holt die verpassten Monate mit einer festen Rate auf.

Lars Andrin Dick, eidg. dipl. FinanzplanerGeprüft 5. November 2026 · Zahlen mit Quelle unten
Dein Lohn6'725 / Mt.
Fixkostenjeden Monat
Steuern?
Restsieht frei aus
Der Lohn kommt jeden Monat. Die Steuer darauf kommt später, als Rechnung.
Gegenüberstellung · ohne Quellensteuer

Dieselbe Steuer, zwei Arten, sie zu bezahlen.

In der Schweiz zahlst du die Steuer für ein Jahr erst richtig, wenn es vorbei ist: Die Steuererklärung für 2026 füllst du 2027 aus, danach kommt die Schlussrechnung. Unter dem Jahr verlangen die meisten Kantone Raten, berechnet nach dem Vorjahr.

Zahlen, wenn die Rechnung kommtAm EndeJeden Monat zur Seite legenMonatlich
Rechnung kommtDas Geld muss dann irgendwo herkommenLiegt schon auf dem Steuerkonto
LohnkontoSieht grösser aus, als es istZeigt, was wirklich frei ist
LohnerhöhungMerkst du erst bei der SchlussrechnungNeu schätzen, der Betrag wächst mit
AufwandKeiner, bis die Rechnung da istEin Dauerauftrag am Zahltag

Am Schluss zahlst du in beiden Spalten dieselbe Steuer. Der Unterschied ist, wann sie dich trifft: einmal gross oder zwölfmal klein. Wer nur die provisorischen Raten zahlt, zahlt nach dem Vorjahr. Nach einer Lohnerhöhung reicht das oft nicht.

Mit Quellensteuer zieht der Arbeitgeber die Steuer direkt vom Lohn ab. Diese Seite betrifft dich dann nur, wenn trotzdem Steuerrechnungen kommen.

Karten auf den Tisch · Beispiel 2026

Wer im Juni startet, startet mit einer Lücke.

Dieselbe Person, dieselbe Steuer wie oben. Die eine legt ab Januar jeden Monat 805 Franken zur Seite, die andere erst ab Juni. Im Dezember fehlen der zweiten fünf Monate, also 4'025 Franken.

Start im Januar12 × 805
im Topf Ende Dezember 9'660
Start im Juni7 × 805
im Topf Ende Dezember 5'635

Kein Drama, nur eine Lücke mit Enddatum. So rechnen wir in der Beratung: Die Lücke wird zu einer festen Aufhol-Rate, zusätzlich zu den 805 Franken. Schnell heisst bis Dezember, rund 575 Franken mehr im Monat. Ruhig heisst bis Ende Juni des Folgejahres, rund 310 Franken mehr, denn die Schlussrechnung kommt frühestens im Folgejahr. Die Rate steht fest und hört in einem bestimmten Monat auf.

Beispiel mit den Zahlen von oben, auf ganze Franken gerundet. Deckt ein 13. Monatslohn oder ein Bonus einen Teil der Lücke, sinkt die Rate. Provisorische Raten, die vorher fällig werden, zahlst du aus dem Topf.

Schon mitten im Jahr und noch nichts zur Seite gelegt?

Meine Aufhol-Rate rechnen
Selber einrichten

So richtest du deinen Steuer-Topf ein.

  1. Schätz die Steuer fürs laufende Jahr.

    Mit dem Steuerrechner der ESTV auf swisstaxcalculator.estv.admin.ch: Wohnort, Zivilstand, Bruttolohn, Vermögen. Rechne mit dem Jahr, das gerade läuft, nicht mit der letzten Rechnung. Das Resultat durch 12.

  2. Dauerauftrag am Zahltag aufs Steuerkonto.

    Ein eigenes Konto nur für Steuern. Der Betrag geht am Tag des Lohns weg, wie die Miete. Daraus zahlst du Raten und Schlussrechnung. Beispiel Kanton Zürich 2026: Was du vor dem Stichtag, meist dem 30. September, ans Steueramt zahlst, verzinst dir das Steueramt mit 0,75 Prozent.

  3. Rückstand und alte Jahre getrennt halten.

    Verpasste Monate holst du mit einer festen Rate bis zu einem festen Monat auf. Ist eine Rechnung aus einem Vorjahr offen, bekommt sie eine eigene Zeile mit eigener Rate. Ändert sich dein Lohn, schätz neu und lass die provisorische Rechnung anpassen.

Zahl · Quelle · Stand

Jede Zahl auf dieser Seite, nachprüfbar.

nach dem JahrDie Steuer wird auf dem im Steuerjahr erzielten Einkommen berechnet. Die Steuererklärung kann erst zu Beginn des Folgejahres ausgefüllt werden (Gegenwartsbemessung).ESTV, Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige, Ausgabe 2024, Ziff. 2.1.5.3 · geprüft 05.11.2026
Raten + SaldoIn den meisten Kantonen werden Kantons- und Gemeindesteuern in mehreren Raten bezogen, zuzüglich eines Saldos. Die Raten beruhen auf provisorischen Rechnungen nach dem Vorjahr oder deiner Angabe (Ausnahme Basel-Stadt). Ein Saldo kommt frühestens im Folgejahr mit der Schlussabrechnung.ESTV, Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige, Ziff. 2.1.8 · geprüft 05.11.2026
anpassenÄndert sich das Einkommen, kann man in der Regel eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnungen verlangen.ESTV, Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige, Ziff. 3.3.4.3 · geprüft 05.11.2026
QuellensteuerBei der Quellensteuer zieht der Arbeitgeber die Steuer direkt vom Lohn ab und liefert sie der Steuerverwaltung ab.ESTV, Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige, Ziff. 3.1.4 · geprüft 05.11.2026
in RatenDie kantonalen Steuerverwaltungen berechnen die Steuern aufgrund der Steuererklärung. Bezahlt wird jährlich und in der Regel in Raten, kleinere Raten oder eine längere Frist sind möglich.ch.ch, Steuern zahlen · geprüft 05.11.2026
CHF 9'658Beispiel: voraussichtliche Steuerbelastung 2026 laut ESTV-Steuerrechner für 8001 Zürich, alleinstehend, 35 Jahre, ohne Kinder, Konfession andere/keine, Bruttoeinkommen 90'000 Franken, Reinvermögen 20'000 Franken. Nettoeinkommen laut Rechner 80'703, also rund 6'725 im Monat. Durch 12 ergibt die Steuer 805 Franken im Monat.ESTV-Steuerrechner, Einkommens- und Vermögenssteuer · berechnet 05.11.2026
0,75 %Kanton Zürich, ab 1. Januar 2026: Vergütungszins auf Steuern, die vor der Fälligkeit bezahlt werden. Als Stichtag gilt meistens der 30. September des Steuerjahres.Kanton Zürich, Medienmitteilung vom 26.06.2025 · geprüft 05.11.2026
CHF 4'025Beispiel: fünf verpasste Monate × 805 Franken. Aufgeholt schnell bis Dezember (7 Monate, rund 575 pro Monat) oder ruhig bis Ende Juni des Folgejahres (13 Monate, rund 310 pro Monat).moneyfriends, Rechnung nach unserer Methode · Beispiel 05.11.2026

Die Beispielzahlen gelten für das Steuerjahr 2026. Raten, Fälligkeiten und Zinsen regelt jeder Kanton selbst, das Zürcher Beispiel gilt nur für Zürich. Für 2027 schätzt du neu.

Kurz gesagt
  • 01Leg jeden Monat ein Zwölftel deiner geschätzten Jahressteuer zur Seite, am Zahltag, auf ein eigenes Konto.
  • 02Schätzen geht mit dem Steuerrechner der ESTV, immer fürs laufende Jahr, nicht nach der letzten Rechnung.
  • 03Verpasste Monate holst du mit einer festen Rate auf, alte Steuerjahre bekommen eine eigene Zeile.

Die Steuerrechnung ist keine Überraschung. Sie ist nur eine Zahl mit Datum.